Südlich der Grenze, westlich der Sonne
Ständig wollte ich einen neuen Ort finden, ein neues Leben führen, mir eine andere Persönlichkeit aneignen. Ich war ernsthaft davon überzeugt, mir entkommen zu können, wenn ich mir nur genug Mühe gab.
Ständig wollte ich einen neuen Ort finden, ein neues Leben führen, mir eine andere Persönlichkeit aneignen. Ich war ernsthaft davon überzeugt, mir entkommen zu können, wenn ich mir nur genug Mühe gab.
Wir wissen, dass es so nicht weitergeht, wissen aber nicht, wie’s gehen könnte …
Die Identität im Loop. Eli Parisers Buch über die "Filter Bubble".
Es gibt Drinnen, und es gibt Draußen: das erfährt die Ich-Erzählerin aus behütetem Elternhaus auch erst, als sie längst von Zuhause ausgezogen ist.
Über die Zeitschneise, die sich in Andrzej Stasiuks neuem Roman durch Europa zieht.
Dem Vergehen der Zeit, der Vergänglichkeit sinnlicher Erlebnisse, dem Nahen des Todes kann kein Ritual Einhalt gebieten. Vielmehr noch, das erzählt dieser schmale Roman, der dritte Notebooms, wortgewandt: vielmehr verstärkt solch ein Ritual noch die Sehnsucht nach dem Tod.
Christa Wolfs neuer Roman ist wohl nicht nur vom Umfang her das Schwerwiegendste, das sie in den letzten zwanzig Jahren veröffentlicht hat. Unzeitgemäß und anachronistisch ist es vor allem eins: ein Erinnerungsbuch.
Ein Band, der Erzählungen und Aufzeichnungen von Uwe Timm versammelt – Chronik eines halben Jahrhunderts deutscher Geschichte: Timm schreibt über Heinar Kippardt, Benno Ohnesorg, seinen im zweiten Weltkrieg gefallenen Bruder und befragt immer wieder: sich.
Als Altmeister kommt einem Philip Roth ein wenig vor wie der Clint Eastwood der amerikanischen Literatur.